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Die Findungsphase

Die Findungsphase

Mit der Findungsphase beginnt der Pastorale Prozess "Wo Glauben Raum gewinnt" in den Pfarreien. Sie dauert mindestens ein Jahr. Die Findungsphase umfasst zum einen eine geistliche und sachliche Selbstvergewisserung der einzelnen Pfarrei. Zum anderen beinhaltet sie die Suche einer Pfarrei nach geeigneten Nachbarn für eine gemeinsame Zukunft in einem Pastoralen Raum. Am Ende steht die Gründung eines Pastoralen Raums.

Ablauf der Findungsphase

Weitere Informationen  zur Findungspahse finden Sie auf der Seite des Erzbistums Berlin.

Abschluss der Findungsphase

Die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, als die gewählten Vertreter der Gemeinden von Salvator, Maria Frieden (Mariendorf), Herz-Jesu (Tempelhof) und St. Theresia vom Kinde Jesu (Buckow) haben sich darauf verständigt, einen gemeinsamen pastoralen Raum bilden zu wollen.

 

 

Die Voten zum Zusammengehen dieser (unserer) vier Pfarreien wurden Mitte Juli 2015 der Stabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“ zugeleitet.

 

Die Findungsphase in unserer Pfarrgemeinde Salvator

Artikel im Pfarrblatt April/Mai 2014

Liebe Gemeindemitglieder,

mit dem Hirtenbrief unseres Erzbischofs im Advent 2012 begann vor über einem Jahr der Prozess der pastoralen Neugestaltung in unserem Erzbistum „Wo Glauben Raum gewinnt“.

Viele fragen sich, warum dieser Veränderungsprozess überhaupt nötig ist und was unseren Erzbischof dazu bewogen hat, diese pastorale Neugestaltung auf den Weg zu bringen.

Die Kernaussagen waren:

-       Die Bedeutung von Glauben und Kirche verändert sich

-       Der demografische Wandel muss berücksichtigt werden

-       Der Altersdurchschnitt der pastoralen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nimmt deutlich zu

-       Wie schaffen wir es in einer veränderten Zeit, Jesus mit den Menschen in Berührung zu bringen?

-       Wie erreichen wir diejenigen, die Gott nicht kennen?

-       Wie kann unsere pastorale Arbeit neue Früchte tragen?

-       Wie können wir gemeinsam neues erreichen (mehr Seelsorge, mehr Vernetzung und Gemeinschaft, mehr Glauben etc.)?

 

 Die pastorale Neugestaltung ist ein geistlicher Prozess, der auch strukturelle                                                           

 Auswirkungen hat!

 

Aus den bisher 105 Pfarreien im Erzbistum sollen bis zum Advent 2020 ca. 30 pastorale Räume entstehen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein pastoraler Raum eine Pfarrei bildet mit mehreren Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens. Eine Pfarrei ist also das „Dach“ (Verwaltung) eines pastoralen Raumes, die Identität und der Name einer jeden zugehörigen Gemeinde bleibt aber erhalten.

In einer Pfarrei, also einem pastoralen Raum, wird ein Pastoralteam gebildet, bestehend aus einem leitenden Pfarrer, sowie weiteren Geistlichen und pastoralen Mitarbeitern für die Seelsorge. Außerdem soll es einen Kirchenvorstand und einen Pfarrgemeinderat mit „Ortsausschüssen“ in den einzelnen, der Pfarrei zugehörigen Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens geben.

So weit, so gut….Was ist nun aber bisher, speziell auf Bistumsebene, in den letzten Monaten alles passiert?

Im Januar 2013 fanden die Auftaktveranstaltungen zum Prozess statt, sowohl für Hauptamtliche, als auch für ehrenamtliche Mitarbeiter der verschiedensten Gremien. Bis zum Sommer 2013 wurden Informationsveranstaltungen in den Dekanaten und Gemeinden, Schulen, Caritaseinrichtungen und den Orten kirchlichen Lebens durchgeführt. Im Oktober 2013 stellte das EBO die lang ersehnten pastoralen Leitlinien vor.

Die pastorale Neugestaltung gliedert sich in verschiedene Prozessphasen. Sie beginnt mit der sogenannten Findungsphase, dem Start vor Ort. Hiermit konnten wir ab September 2013 beginnen, sollten aber bis spätestens 2016 gestartet sein. Der Zeitraum der Findungsphase kann also unterschiedlich lang und verschieden ausgeprägt sein. In dieser Phase sind viele Aspekte zu berücksichtigen, z. B.

 

-          die Lebenswege im Alltag der Menschen

-          Infrastruktur und Verkehrswege

-          demografische Entwicklung

-          Orte kirchlichen Lebens

-          pastorale Schwerpunkte

-          Machbarkeit der Veränderung

 

Diese Prozessphase wird mit einem Votum der Gremien abgeschlossen, welches Zeitpunkt, räumliche Gestalt und erste Überlegungen zu einem pastoralen Konzept enthalten sollte. Das Votum wird zur Genehmigung eines pastoralen Raumes, über Stabsstelle und Steuerkreis dem Entscheiderkreis (Erzbischof, Weihbischof, Generalvikar) vorgelegt.

 

Wenn die Bestätigung eines pastoralen Raumes durch den Erzbischof erfolgt ist, beginnt die dreijährige Entwicklungsphase. Diese beinhaltet ein vertiefendes Kennenlernen der Gemeinden im sich bildenden pastoralen Raum, die Erarbeitung des pastoralen Konzeptes und die Strukturbildung des Großraumes. Der Erzbischof beauftragt für diese Phase einen Priester aus dem zukünftigen, pastoralen Raum mit der Leitung vor Ort und sorgt mit Hilfe von Moderatoren für die Begleitung des Weges in der Entwicklungszeit.

 

Soweit in „Kurzfassung“ das Konzept zum Verständnis des Prozesses  „Wo Glauben Raum gewinnt“.

 

Was aber hat sich in der Zwischenzeit in unserer Gemeinde bzgl. dieses Prozesses schon getan?

 

Wir vom PGR haben Kontakte zu unseren nächsten und auch etwas weiter entfernten Nachbargemeinden geknüpft, bzw. sind noch fleißig dabei. Intensive Gespräche mit den Pfarreien Maria Frieden in Mariendorf, Herz-Jesu in Tempelhof, Bruder Klaus in Britz, St. Nikolaus (Blankenfelde, Ludwigsfelde, Trebbin), St. Dominicus in Buckow und  Vom guten Hirten in Marienfelde sind bereits geführt, wobei verschiedenste Aspekte zu berücksichtigen waren und auch noch sind: Infrastruktur und Verkehrswege, gewachsene Identitäten, demografische Entwicklungen, Lebenswege im Alltag der Menschen etc.

 

Mit den Pfarreien St. Theresia vom Kinde Jesu und Ss. Eucharistia in Teltow sind Gespräche noch vor Ostern geplant.

 

Zu den Pfarreien Herz-Jesu, Tempelhof und Maria Frieden, Mariendorf haben sich im Laufe der letzten Monate intensivere Kontakte ergeben. Mit diesen beiden Gemeinden haben wir einen gemeinsamen Koordinationsausschuss gebildet, in dem PGR-Mitglieder aller drei Gemeinden vertreten sind, sich bereits mehrfach getroffen haben und nach Möglichkeiten für eine partielle Zusammenarbeit gesucht, sowie Informationen ausgetauscht haben. Daraus resultierte auch die Idee der Fastenvorträge unter dem Motto  „Dem Glauben Raum geben“, die nun in unseren drei Gemeinden stattfinden.

Unter der Leitung und Moderation von Herrn Markus Papenfuß, als stellvertretender Leiter der Stabsstelle, fand im November ein Treffen des gemeinsamen Koordinationsausschusses und der PGR-Vorstände (incl. der drei Geistlichen) statt.

Ziel dieses Treffens war der gemeinsame Austausch darüber, ob und wie wir uns weiter positionieren, ob diese Konstellation für uns Zukunft hat, welchen Gewinn wir aus einem pastoralen Raum ziehen könnten und welche Kontakte untereinander schon bestehen.

Nach Ostern werden die Rückmeldungen der einzelnen Gespräche und Kontakte zu unseren Nachbargemeinden im Koordinationsausschuss ausgewertet und weitere Schritte gemeinsam entschieden.

Die Gemeindeberatung des EBO, sowie auch die Stabsstelle unterstützen und begleiten die Arbeit des Pfarrgemeinderates während des gesamten Prozesses, so dass wir z. Zt. wirklich das Gefühl haben, als Basis ernstgenommen und beachtet zu werden.

Wir stecken mitten in der Findungsphase, aber es kristallisieren sich Möglichkeiten für die Zukunftsgestaltung unserer Gemeinde heraus. Das sollten wir nutzen und den Prozess als Chance verstehen.

 

Im Namen des gesamten Pfarrgemeinderates grüße ich Sie alle ganz herzlich und wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit

Sabine Halfpap

 

Artikel im Pfarrblatt Juni/Juli 2014

Liebe Gemeindemitglieder,

 

im letzten Pfarrblatt April/Mai 2014 habe ich Ihnen das Konzept zum Verständnis des Prozesses der pastoralen Neugestaltung „Wo Glauben Raum gewinnt“ in unserem Erzbistum vorgestellt und Ihnen mitgeteilt, dass sich unsere Gemeinde mitten in der Findungsphase dieses Prozesses befindet.

 

Nun ist es an der Zeit, Ihnen einen kurzen Zwischenstand der Bemühungen des Pfarrgemeinderates zu geben.

 

Mit all unseren Nachbargemeinden (außer Ss. Eucharistia in Teltow, die uns bisher leider noch keine Gesprächsbereitschaft signalisiert haben) haben wir sehr offene, angenehme und informative Erstgespräche geführt, in denen wir uns über Pfarrsituationen, Gemeindestrukturen und PGR- Arbeitsweisen ausgetauscht haben. Diese Gespräche wurden bisher immer mit den jeweiligen PGR- Vorständen und ganz bewusst ohne die Geistlichen geführt. Bei allen Treffen waren wir uns einig, dass die ersten und vor allem wichtigsten  Schritte zur pastoralen Neugestaltung, das Einbringen und Vernetzen von Ressourcen sein sollte. Wir streben in jedem Fall mehr Informationsfluss zwischen uns und unseren Nachbarn an. Dazu gehört neben weiteren nachfolgenden Gesprächen noch in diesem Sommer, auch der gegenseitige Austausch unserer Pfarrblätter. Also scheuen Sie sich nicht, auch einmal ein anderes Pfarrblatt zur Hand zu nehmen, um die gottesdienstlichen und gemeindlichen Angebote unserer Nachbargemeinden kennenzulernen.

 

Die Fastenvortragsreihe „Dem Glauben Raum geben“, in Kooperation mit den Gemeinden Maria Frieden, Mariendorf und Herz- Jesu, Tempelhof ist in allen drei Gemeinden sehr gut angekommen und vor allem angenommen worden. Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieser „Glaube – Wissen – Bildung“ Reihe, als ein bereicherndes Element der Zusammenarbeit unserer drei Gemeinden.

 

Für den gemeinsamen Koordinationsausschuss der Gemeinden Maria Frieden,  Herz-Jesu und Salvator haben wir erfreulicherweise  zwei neue Mitglieder aus unserem Kirchenvorstand gewinnen können, so dass Salvator nun mit beiden großen Gemeindegremien darin vertreten ist. Ende Juni findet ein erneutes Treffen dieses Ausschusses zusammen mit Herrn Markus Papenfuß, als stellvertretenden Leiter der Stabsstelle statt. Ziel dieses Treffens ist auszuloten, wie wir unsere Netzwerke konkret aufbauen können, wann wir die Orte kirchlichen Lebens mit einbeziehen sollten, usw…

 

Wir werden Sie auch weiterhin über den Prozess der pastoralen Neugestaltung und unsere konkreten Schritte informieren und hoffen so, das Geschehen für alle Gemeindemitglieder möglichst transparent zu gestalten.

 

Im Namen des gesamten Pfarrgemeinderates grüße ich Sie alle ganz herzlich.

Sabine Halfpap

 

Artikel im Pfarrblatt August/September 2015

Liebe Gemeindemitglieder,

 

nach vierjähriger Tätigkeit endet im November 2015 die Amtszeit des bisherigen Pfarrgemeinderates. Vieles konnten wir in dieser Zeit erreichen oder bewirken, sicher nicht alles immer sofort für jede/n erkennbar. Immer aber bleiben trotz aller Bemühungen auch „offene Baustellen“, die wir an das neu zu wählende Gremium übergeben müssen.

 

Eine unserer größten Herausforderungen war allerdings der von unserem ehemaligen Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki angestoßene Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“.

 

Kaum im Amt, wurden wir mit dieser „Hürde“ konfrontiert und mussten uns erst einmal selber damit auseinandersetzen, zumal es zum damaligen Zeitpunkt mehr Fragen als Antworten gab. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Stück für Stück haben wir uns vorgewagt und die Herausforderung angenommen.

 

Seit fast drei Jahren haben wir nun zahlreiche Gespräche auf den verschiedensten Ebenen geführt, sowohl mit allen unseren Nachbargemeinden, als auch mit den Orten kirchlichen Lebens. Hierbei konnten wir durchaus andere Gemeindestrukturen, Aktivitäten und Besonderheiten unserer Nachbarn kennenlernen und  gemeinsame Vorstellungen für ein gutes Miteinander entwickeln.

 

Ich glaube sagen zu dürfen, dass alle diese Begegnungen durchweg in guter Atmosphäre, auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt und Achtung voreinander verlaufen sind. Dafür bin ich persönlich sehr dankbar.

 

Auf dieser Grundlage und nach bestem Wissen und Gewissen haben sich daher nun die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, als die gewählten Vertreter der Gemeinden von Salvator, Maria Frieden (Mariendorf), Herz-Jesu (Tempelhof) und St. Theresia vom Kinde Jesu (Buckow) darauf verständigt, einen gemeinsamen pastoralen Raum bilden zu wollen.

 

Die Voten zum Zusammengehen dieser (unserer) vier Pfarreien haben wir Mitte Juli der Stabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“ zugeleitet. Nach Prüfung und Weiterleitung an den Steuerkreis und Entscheiderkreis erhoffen wir uns noch vor den Wahlen im November eine Entscheidung, ob wir den pastoralen Raum bilden können/dürfen.

 

Mit der Abgabe der Voten endet die Findungsphase und so hoffen wir, den neu gewählten Gremien eine solide Grundlage zur Weiterarbeit in der dann folgenden Entwicklungsphase zu hinterlassen.

 

Es ist und bleibt ein spannender Prozess, der unbestritten viel Einsatz von uns fordert, aber gleichzeitig auch eine Riesenchance ist, die Zukunft unserer Gemeinde selbst mit zu bestimmen. Diese einmalige und großartige Gelegenheit sollten wir uns nicht nehmen lassen!

 

Daher bitte ich Sie alle ganz herzlich ….nehmen Sie sich etwas Zeit und überlegen Sie, ob Sie diese Entwicklung mitgestalten und begleiten können und wollen und sich eine Kandidatur zum Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand vorstellen können.

 

An dieser Stelle möchte ich aber auch die Gelegenheit nutzen und mich bei Ihnen allen für das in uns gesetzte Vertrauen herzlich bedanken. Vielen konnten wir gerecht werden, andere sind evtl. enttäuscht worden. Aber in einer so großen Gemeinde wie wir es sind, ist ein Entgegenkommen und eine Kompromissbereitschaft oftmals unumgänglich.

 

Wenn ich ganz persönlich im Laufe der Zeit jemanden brüskiert haben sollte, so bitte ich um Nachsicht. Wir Menschen sind nun mal verschieden, mit eigenen Ansichten und Vorstellungen. Das macht uns so einzigartig und die große Gemeinschaft so vielfältig.

 

Nun hoffe und baue ich auf ein weiterhin gutes Miteinander, auch oder gerade wegen der veränderten Personalsituation und grüße Sie alle ganz herzlich

 

                                                                                                                     

Für den Pfarrgemeinderat

Sabine Halfpap (Vorsitzende)